Sonntag, 20. Mai, 2012
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90 Jahre Turn- und Sportverein und 50 Jahre Fußballabteilung

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Der TSV Harsdorf feiert in in diesem Jahr ein Doppeljubiläum. Mit berechtigtem Stolz kann zurückgeblickt werden auf das 90jährige Vereinsbestehen und die Gründung der Fußballabteilung vor 50 Jahren.

Wir möchten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Harsdorfer Vereine und natürlich auch die Freunde und Gäste aus den Nachbarvereinen ganz herzlich zu unseren Jubiläumsfeierlichkeiten vom 21.07. bis zum 26.07.2009 einladen. Geben Sie durch Ihren Besuch unserer Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

Der TSV Harsdorf ist heute sowohl sportlich als auch kulturell sehr erfolgreich tätig. Die erste Fußballmannschaft spielt um die vorderen Ränge der Kreisklasse mit und die Theaterabteilung geht demnächst in ihre 26. Saison. Er leistet in allen Sparten eine ausgezeichnete Jugendarbeit und bietet im Bereich des Breitensports Nordic Walking und Damengymnastik an. Die einzigartige Waldsportanlage wurde bis heute immer weiterentwickelt und sorgfältig gepflegt.

In der Gemeinde Harsdorf gehört der TSV mit fast 400 Mitgliedern zu den Aushängeschildern ehrenamtlichen Engagements. Auf diesem Wege sei all denjenigen gedankt, die sich über die Jahre in den Dienst "unserer" gemeinsamen Sache gestellt haben.

Allen Besuchern unseres Jubiläumsfestes wünschen wir fröhliche und unvergessene Stunden auf dem Sportgelände in Harsdorf.



50 Jahre Fußballabteilung – Sportwoche – Festkommers


Der TSV Harsdorf feiert in diesen Tagen ein Doppeljubiläum, denn der Verein kann mit berechtigtem Stolz auf seine 90-jährige Vereinsgeschichte und auf die Gründung der Fußballabteilung vor genau 50 Jahren zurückblicken. Der TSV Harsdorf zählt derzeit immerhin fast 400 Mitglieder – dennoch trifft auf den TSV die Aussage zu: Er ist ein kleiner, aber feiner Verein.

Herausragend vor allem das ehrenamtliche Engagement vieler Männer und Frauen über all die Jahre. Der TSV Harsdorf verstand es in der Vergangenheit immer wieder, neben den sportlichen Aktivitäten auch im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich beispielhafte Akzente zu setzen. Hier sei vor allem die Theaterabteilung erwähnt, die weit über die Grenzen von Harsdorf hinaus mit schauspielerischen Leistungen Anerkennung und Bewunderung gefunden hat. Aber auch mit dem jährlichen Frühlingsfest hat man beim TSV längst einen Volltreffer gelandet, denn die Veranstaltung hat sich nunmehr schon über Jahre hinweg zu einem echten Besuchermagneten entwickelt.

Während in den Anfangsjahren des Vereins das Turnen und der Faustball im Vordergrund standen, haben sich das Bild und damit auch die Aktivitäten im Verein mit der Gründung der  Fußballabteilung vor 50 Jahren nachhaltig verändert. Über viele Jahre „dümpelte“ der TSV mit seinen Fußballern in der untersten Klasse, der damaligen C- und heutigen A-Klasse nur so dahin und fristete nicht selten ein Schattendasein. Das gehört aber längst der Vergangenheit an und just im Jubiläumsjahr schwimmen die Fußballer auf einer Erfolgswelle, die sie sogar zu einem der Favoriten in der Kreisklasse Kulmbach werden lässt, wie die jüngsten Ergebnisse im DFB-Pokal bestätigen.

In der Saison 2005/2006 schaffte man unter dem ehemaligen Fußballprofi Michael Glowatzky die Meisterschaft in der A-Klasse und stieg in die Kreisklasse auf, der man nun die vierte Saison angehört. Der Abteilungsleiter für Fußball, Jörg Hinsche, stellte im Hinblick auf die bevorstehende Saison fest: „Der TSV ist zur Zeit sehr gut aufgestellt. Wir verfügen über viele gute Spieler und einige jugendliche Talente, haben mit Torsten Heumann einen hervorragenden Trainer und die besten Fans weit und breit. Für uns ist jedes Spiel ein Heimspiel. Der TSV ist wie eine große Familie, man kann sich einfach geborgen fühlen.“

Ein Blick in die Chronik


Blättert man in der Chronikdes TSV Harsdorf, so muss man feststellen, dass der Verein das Dorfleben stets entscheidend beeinflusst hat. Es war im Frühjahr 1919, als junge Harsdorfer Bürger den Verein als eine Art Burschenverein gründeten, unter ihnen Fritz Egermann, Johann Hofmann, Adam Potzel und Johann Adam Pittroff. Im Mittelpunkt des Interesses stand von Beginn an der Sport. Faustball, Leichtathletik und Turnen konnten ohne großen finanziellen Aufwand, zuerst auf der Wiese von Adam Weiß und später auf einem Teil des Feldes an der Böschung der jetzigen Autobahn, betrieben werden. Der Burschenverein wandelte sich im Laufe der Jahre zu einem der Deutschen Turnerschaft angehörenden Turnverein und gab sich am 2. März 1925 eine Satzung.

Den Verein führten damals Lorenz Potzel als 1. Vorsitzender, Friedrich Lauterbach als Turnwart und Adam Potzel als Schriftführer. Bekannt wurde der Turnverein durch seine herausragenden Leistungen der Faustballer, die sogar Gaumeister wurden. Aber auch die Turner waren in ganz Oberfranken unterwegs und erzielten etliche Erfolge. Am 25. Juni 1947 wurde der jetzige Turn- und Sportverein als Nachfolger des ehemaligen Turnvereins gegründet. 1958 kündigte die Autobahnverwaltung das der Gemeinde und dem TSV zur Verfügung gestellte Gelände. Auf der Suche nach einem neuen Grundstück wurde man schließlich am Laitschberg, der heutigen Heimstatt, fündig. Die Gemeinde Harsdorf als Eigentümerin des Geländes ließ dann von 1958 bis 1960 einen Sportplatz bauen. Am 13. Juni 1960 erfolgte die feierliche Einweihung, und schon wenige Wochen später wurde mit dem Bau des Sportheimes begonnen. Nach knapp vierjähriger Bauzeit konnte dann auch das neue Domizil seiner Bestimmung übergeben werden. In dem Verein wurde weiterhin Idealismus und Gemeinschaftsgeist groß geschrieben und über all die Jahre auch gelebt.

Eine Devise war auch immer: Neues schaffen und Altes erhalten. So wurden zahlreiche Baumaßnahmen in ehrenamtlicher Arbeit vieler Mitglieder geschaffen. Die letzten Vorhaben waren 2003 die Inbetriebnahme eines neuen Wirtschaftsgebäudes und der Bau eines Nebenplatzes, der als Trainingsplatz und auch als Parkplatz verwendet wird. In der Chronik des Vereins tauchen viele Namen auf, die immer Verantwortung im TSV Harsdorf übernommen haben. Einer fällt dabei auf: Gerhard Kunau, der den Verein über 30 Jahre mit sehr vielEngagement und Herzblut geführt hat. Kunau wurde wegen seiner Verdienste 1979 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihm folgten Joachim Duschek, Wolfgang Hinsche und Robert Lauterbach als Vereinsvorsitzende. Seit 1995 steht Manfred Zapf, zugleich zweiter Bürgermeister der Gemeinde Harsdorf, an der Spitze des Vereins. Er verstand es, wieder Kontinuität in die Vorstandschaft zu bringen und hat den TSV Harsdorf in die Erfolgsspur gebracht. Dabei muss man einen Namen mit ihm in einem Atemzug erwähnen: Wolfgang Hinsche, das „Mädchen für Alles“beim TSV.

(aus: NK vom 23.07.2009)
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