TDC Lindau - TSV Harsdorf 0:4 (0:)
Verdiente Heimniederlage gegen den Nachbarn
TDC Lindau - TSV Harsdorf 0:4 (0:2)von Markus Schneider
Einen rabenschwarzen Tag erwischten die "Trimmer" gegen eine hochmotivierte Harsdorfer Mannschaft. Von Beginn an war das Lindauer Spiel geprägt von nervösen Aktionen, vermeidbaren Fehlpässen und Missverständnissen. Die Gäste waren in der gesamten Begegnung agressiver, zweikampfstärker und oftmals auch gedanklich schneller. Dem TDC boten sich lediglich in der ersten Hälfte einige wenige Möglichkeiten, während nach dem Seitenwechsel Gäste-Torhüter Fabian Dörfler kaum einmal ernsthaft eingreifen musste. Die Gästeführung erzielte Knop, der allerdings von einem haarstäubenden Rückpass der Lindauer profitierte. Auch beim 0:2 war der Harsdorfer Spielertrainer entscheidend mit beteiligt und auch der Unparteiische sollte hier eine Rolle spielen. TDC-Kapitän Markus Köstner wurde an der eigenen Eckfahne von Knop klar gefoult, der Schiedsrichter ließ jedoch unverständlicherweise weiterspielen. Knop bediente Nägel, dessen langes Bein den Ball ins Tor beförderte. Klar waren die heftigen Lindauer Proteste an dieser Stelle berechtigt. Letztendlich trifft den Schiedsrichter aber keine Schuld an dieser hohen Niederlage. Sinnbildlich für den Lindauer Auftritt an diesem Tag war dann das 3:0. Die Abseitsfalle schnappte nicht zu, Patrick Götschel konnte allein auf das Lindauer Tor zueilen und scheiterte im ersten Anlauf an Keeper Andreas Weith. Mittlerweile verging so viel Zeit, dass die Lindauer Verteidiger hätten zurückkommen können, ehe Götschel wieder in Ballbesitz kam. Aber nichts dergleichen passierte. So durfte der Harsdorfer seelenruhig den dritten Treffer erzielen. Den Endstand besorgte der eingewechselte Martin Dörfler mit einem feinen Heber aus etwa 30 Metern. Während der Harsdorfer Sieg in dieser Höhe voll in Ordnung geht, enttäuschten die Hausherren auf der ganzen Linie.
Kommentar zum Schiedsrichter: Er pfiff auf beiden Seiten seltsame Dinge, aber manchmal sieht man halt etwas anders. Was jedoch nicht geht ist die Feigheit für klares Nachtreten von Tobias Müller nur die gelbe Karte zu geben. (Jörg Hinsche)
21. August 2011
Jörg Hinsche