Sonntag, 20. Mai, 2012
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Fussball SSV Peesten - TSV Harsdorf 3:3 (2:2)

SSV Peesten - TSV Harsdorf 3:3 (2:2)

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Kampfgeist wird belohnt

Der SSV hatte nach drei min. die erste Torchanche. Ein strammer Schuss aus 16 Meter von T. Raab wurde aber vom jungen Gästekeeper pariert. Nach sechs min fiel die Gästeführung. Nach einem Presschlag auf Höhe der Mittellinie landete der Ball plötzlich bei Sturmführer Heumann, der kaltschnäuzig abschloss. Vorausgegangen war ein schlechtes Stellungsspiel der kpl. Heimabwehr. Nach 22 min. ereignete sich der nächste Schnitzer in der Hintermannschaft des SSV. Gleich vier Spieler hatten die Möglichkeit, den Ball eigentlich unbedrängt zu schlagen, doch keiner machte es, so dass der Ball erneut bei Heumann landete und er eiskalt vollstreckte. Hier machte sich das Fehlen der fast kpl. Defensivabteilung des SSV bemerkbar ( es fehlten Scherm, Fleger, Ellner und die Täuber-Brüder ). Jetzt kombinierten die Harsdorfer gefällig und hatten noch Chanchen zur höheren Führung. Hier hielt der beste Mann auf dem Platz den SSV im Spiel. Der Torwart des SSV, Frank Steeger , glänzte im ganzen Spiel durch teils spektakuläre Paraden und Reflexe und brachte die Harsdorfer teils zur Verzweiflung. Nach 30 min. geschah der nächste Nackenschlag für die Einheimischen. Nach einem Laufduell zwischen Heumann und Libero Dippold, kreuzten sich die Laufwege, so dass beide zu Fall kamen und zum Erstaunen der meisten zeigte der gute Schiedsrichter die rote Karte. Das war eine harte Entscheidung, da ca. 10 min. vorher ein fast gleiches Vergehen nur gelb für den Harsdorfer Hochmuth nach sich zog.

Jetzt ging ein Ruck durch die Einheimischen und binner vier min. schafften sie in Unterzahl den Ausgleich. Erst fand ein eigentlich harmloser Schuss von Krüger den Weg ins Tor, bei dem der Torhüter der Harsdorfer überrascht schien und zu spät reagierte. Der Ausgleich fiel dann durch einen satten Freistoßhammer von Arandt aus halblinker Position, welcher aus 25 Metern unhalbar im Torwinkel einschlug. Nach der Pause übernahm der TSV sofort wieder die Initiative und hatte Pech mit einem Lattenschuss von I. Scharnagel. Es folgten noch zwei bis drei gute Möglichkeiten des TSV, die allesamt von Steeger vereitelt wurden. Plötzlich gab es dann den Bruch im Spiel des TSV Harsdorf. Zuviele Bälle wurden durch die Mitte gespielt, erst spät auf die Außenbahnen. Durch geschicktes Verschieben der Einheimischen und durch enormen Kampfgeist aller SSV Akteure gelang es dem SSV , selbst zu vereinzelnen Kontermöglichkeiten zu kommen. Erst scheiterte der schlitzohrige Sturmfüher J. Pietka noch mit einem 40 Meter Drehschuss, den der TSV-Keeper nur mit größter Mühe halten konnte. Nach 73 min. war es dann aber soweit. Erneut kam Jakob Pietka zum Abschluss und dieses Mal traf er. In perfekter Schusshaltung jagte er den Ball aus 25 Metern ins Harsdorfer Tor. Danach verrannten sich die Harsdorfer erneut in zu viel Einzelspiel und konnten aus der Überzahl kein Kapital schlagen. Bei etwas mehr Konzentration hätten die Peestener hier die Entscheidung erzielen können. So dauerte es bis zur 87 min. , bis die Harsdorfer ausgleichen konnten. Erneut war es Spielertrainer Heumann , der in Torjägermanier einen leichtsinnigen Ballverlust im Mittelfeld bestrafte und wiederum ein schlechtes Stellungsspiel im Sechzehner der SSVler ausnutzte. Das war ein von den Torchanchen gesehen hochverdienter Ausgleich, wenngleich auch für den SSV Peesten ein Sieg im Bereich des Möglichen lag, da die Mannschaft besonders nach der frühzeitigen Roten Karte ein kämpferisch tolles Spiel ablieferte, aber auch taktisch überzeugte. Ein Kompliment geht an beide Mannschaften, die sehr fair auftraten. Schiedsrichter Kurt Meyer leitete sehr gut, hätte aber bei dem Platzverweis von Dippold etwas mehr Fingespitzengefühl beweisen können. Fazit: Für den TSV Harsdorf ist es eigentlich zu wenig , für Peesten ein weiterer Schritt in eine sportlich bessere Zukunft.

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